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Johannes Stober

Landtagsabgeordneter 2006 – 2016
Ein Rückblick auf 10 Jahre politische Arbeit.



Liberaler Erfolg

Badische Neueste Nachrichten - Kommentar vom 03.05.2016

Hut ab vor Tom Høyem. Dass die SPD sich mit der von der FDP angeführten siebenköpfigen sogenannten Zählgemeinschaft geeinigt hat und der liberale Michael Obert weitere zwei Jahre als Baubürgermeister amtieren kann, kann sich der FDP-Fraktionsvorsitzende als Erfolg auf die Fahnen schreiben. Zumal dieses Ergebnis alles andere als sicher war angesichts des von der SPD klar formulierten Anspruchs auf eine zweite Dezernentenstelle. Die Zählgemeinschaft hatte ebenfalls einen Anspruch erhoben – und dies erfolgreich mit einem Verhandlungsführer Høyem durchgesetzt. Dabei spielte natürlich eine Rolle, dass bei der SPD die Personaldecke dünn ist. Niemand von außerhalb war bereit, den Hut für die SPD in den Ring zu werfen. Der ausgeschiedene Landtagsabgeordnete Johannes Stober hat sich vorerst für den Rückzug ins Private entschieden, auch in der Gemeinderatsfraktion gab es keinen Aspiranten – zumindest dieses Mal nicht. Zwar gibt es in der Fraktion durchaus Leute, die mit den Hufen scharren, aber der Posten des Baubürgermeisters ist sehr anspruchsvoll. Dort lauern Fallstricke und Baugruben. 2018 wird es dann für die SPD personell zum Schwur kommen. Aktuell gereicht der Verzicht der SPD zumindest symbolisch nicht zum Nachteil. Er hat zwar nicht unmittelbar was mit der Landtagswahl zu tun, aber mit dieser Entscheidung demonstriert die SPD Bescheidenheit, die nach dem desaströsen Ergebnis vom März durchaus angezeigt ist. Michael Obert ist der Gewinner des Ganzen. Er hat sein Amt bisher weitgehend tadellos ausgeführt. Man kann davon ausgehen, dass der sozialdemokratische OB Mentrup gut mit der Lösung leben kann, hat er doch angesichts schwieriger Aufgabenstellungen die nächsten beiden Jahre keinen Anfänger im Baudezernat.

Theo Westermann