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Johannes Stober

Landtagsabgeordneter 2006 – 2016
Ein Rückblick auf 10 Jahre politische Arbeit.



Stober: Land setzt sich für Teleskop ein


BNN – Das Land will gemeinsam mit der Stadt das historische Teleskop auf dem Dach des Max-Planck-Gymnasiums in Rüppurr erhalten. Darauf hatte eigenen Angaben zufolge der SPD-Landtagsabgeordnete Johannes Stober in Stuttgart gedrungen – und fand Gehör. „Es ist ein großer Erfolg, dass der Staatssekretär für Wirtschaft und Finanzen persönlich in die Fächerstadt kommen wird, um das astronomische Kleinod in Augenschein zu nehmen“, sagt Stober.

Der Sozialdemokrat hatte seinen Parteifreund Peter Hofelich in einem Brief auf die Probleme mit dem Teleskop aufmerksam gemacht. Der Staatssekretär wiederum holte sich Rat beim Landesamt für Denkmalpflege und bat die Behörde, ein Maßnahmenkonzept zum Erhalt des Teleskops zu erstellen. Denn das derzeit vorliegende Konzept mit 66 000 Euro Restaurierungskosten sei leider „zu wenig differenziert“, zitiert Stober aus Hofelichs Schreiben, da aus ihm nicht hervorgehe, was aus Landesmitteln gefördert werden könne. Sofern eine Bagatellgrenze von 30 000 Euro überschritten werde, übernehme das Land bei Kommunen in der Regel aber ein Drittel der denkmalbedingten Mehrkosten, so die Zusage Hofelichs.

Und das 155 Jahre alte Teleskop sei, wie Stober vermutet hatte, ein Denkmal. Das Denkmalamt bestätigte dem Abgeordneten zudem, dass die Stadt Eigentümerin ist. An dem Teleskop blättere allerdings der Lack langsam ab und Rost setze an. Der eigentliche Schaden liege aber woanders. „Wegen beschädigter Klemmungen ist das Teleskop nur noch eingeschränkt nutzbar“, erklärt Stober. An deren Instandsetzung wolle sich das Land nun beteiligen.

Dass es in die Kuppel des Max-Planck-Gymnasiums hineinregne, habe dagegen aus Sicht des Amtes nichts mit dem denkmalgeschützten Teleskop zu tun. „Das muss die Stadt richten“, so Stober. Und in der Tat habe, wie in dem Schreiben Hofelichs zu lesen ist, das Hochbauamt der Stadt bereits zugesagt, dass es die Kuppel wieder dicht machen werde.

Zudem begrüßt Stober, dass die Astronomische Vereinigung Karlsruhe (AVKa), die die Sternwarte betreibt, sich schon jetzt um Sponsoren- und Spendengelder für das Teleskop bemüht. „Ich bin daher überzeugt, dass es mit kommunalen und privaten Geldern und der Unterstützung des Landes gelingen wird, wieder im Trockenen den Nachthimmel über Rüppurr durch das Teleskop Friedrichs I. zu beobachten“, gibt sich Stober zuversichtlich. „Da würde der badische Großherzog gucken! Natürlich durch sein Teleskop.“