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Johannes Stober

Landtagsabgeordneter 2006 – 2016
Ein Rückblick auf 10 Jahre politische Arbeit.



SPD sieht spannendes und offenes Rennen

BNN - Johannes Stober hat viele Ideen, was er in den nächsten Jahren als Landtagsabgeordneter gerne für Karlsruhe anstoßen will. Einen Flächentausch zum Beispiel: Die Stadt besitzt Areale, auf denen Wohnheime für Studenten entstehen könnten. Und das Land könnte dafür Flächen beim Wildpark geben, die für den KSC-Stadionbau gebraucht werden. Ein Projekt von vielen, das Stober voranbringen möchte – so er am 13. März sein Mandat verteidigen kann. Aktuell sind die Werte für die SPD im Keller.

Dennoch zeigte sich der Sozialdemokrat, der im Osten antritt, ebenso zuversichtlich wie Meri Uhlig, die Landtagsbewerberin im Wahlkreis West. Und der SPD-Kreisvorsitzende Parsa Marvi erklärte: „Wir glauben an ein spannendes und offenes Rennen.“ Im Land gebe es keine Spur von Wechselstimmung. „Und wer die Koalition im Land fortsetzen will, muss die SPD stärken“, sind sich alle einig. In Karlsruhe setzt die SPD weiter auf das Gespräch mit den Bürgern. Tausende Hausbesuche sind geplant.

Uhlig lässt dabei keinen Zweifel aufkommen, wie sehr sie für die sozialdemokratische Sache brennt. Immer wieder verweist sie auf Punkte im Wahlprogramm, auf „gute Konzepte und richtige Wege“. Und auf eine gute Bilanz der vergangenen fünf Jahre, die man transportieren müsse.

Als Integrationsbeauftragte der Stadt ist sie Expertin für die in diesem Wahlkampf so zentrale Flüchtlingsfrage. „Wenn wir die Entscheidung treffen, dass wir Integration wollen, müssen wir die Strukturen schaffen“, sagt die Mutter zweier Kinder. Die Schaffung des Integrationsministeriums sei deshalb richtig gewesen. Dieses müsse man weiter stärken. „Es kann nicht sein, dass dieses Thema auf verschiedene Ministerien verhuddelt wird.“ Auch die Pflegeberufe und die Polizei sind ihr ein Anliegen. „Wir müssen Arbeitsbedingungen schaffen, dass diese wichtigen Berufe attraktiv sind.“ Eine „realistische Familienpolitik“, die die Vielfalt anerkenne, sei ihr wichtig. Gleiches gilt für eine verlässliche Ganztagesbetreuung vom ersten Geburtstag bis zum letzten Schultag inklusive Betreuung in zunächst zumindesten drei von sechs Wochen der Sommerferien. Und dass Baden-Württemberg – wie vor fünf Jahren – Spitzenreiter in Sachen Nachhilfe sei, könne nicht sein. Der Schulerfolg der Kinder dürfe nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen.

Stober will die Ganztagesschulen ausbauen, auch bei Realschulen und Gymnasien. „Vielleicht wollten wir anfangs zu viel auf einmal. Und es ist in Sachen Schulen nicht alles super. Aber vieles ist besser als vor fünf Jahren.“ Stober habe sich als Sachwalter für Karlsruher Interessen profiliert, so Marvi, Beweis sei etwa die Aufdeckung der Bahnpläne in Sachen „Dammerstocker Kurve“. Der Durchbruch beim Wohnungsbaugipfel von Ministerpräsident Nils Schmid sei auch Stobers großer Erfolg, ebenso zu Beginn der Legislaturperiode die Abschaffung der Studiengebühren.