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Johannes Stober

Landtagsabgeordneter 2006 – 2016
Ein Rückblick auf 10 Jahre politische Arbeit.



Umzugsort für Botanischen Garten schon beschlossen

BNN -
Für den Plan des KIT, am Adenauerring vier Betonblöcke mit je neun Stockwerken für neue Institute zu schaffen, sind jetzt zwei Weichen gestellt worden. Dabei wird klar, dass das KIT bereits heute konkrete Umzugspläne für die Gewächshäuser des Botanischen Gartens hegt. Sie sollen nach Informationen des SPD-Landtagsabgeordneten Johannes Stober vom Adenauerring an die Kornblumenstraße in der Oststadt verlagert werden. Bislang hieß es in der Auseinandersetzung um das gerade eingeleitete Bebauungsplanverfahren (die BNN berichteten mehrfach) von der Stadt und vom KIT, dass die Fläche des Botanischen Gartens für den neuen Riegel am Ring nur als Optionsfläche in weiterer Ferne gedacht sei. Dabei sei die Frage nach dem Alternativstandort für den Botanischen Garten noch völlig offen, war von der Stadt jüngst zu hören.

Zweitens macht Stober deutlich, wer der Herr des Projekts ist – nicht das KIT direkt selbst, sondern die Klaus-Tschira-Stiftung (KTS). Der Finanzausschuss des Landtags habe jetzt die Voraussetzungen für das „Tschira-Projekt“ am Adenauerring getroffen, berichtet Stober. Dazu haben die Abgeordneten einstimmig einen Erbbaurechtsvertrag für eine 12 400 Quadratmeter große Teilfläche zwischen der ehemaligen Kinderklinik und der Straße „Am Fasanengarten“, also einschließlich des Botanischen Gartens, gebilligt. Die Bestätigung des Landtags gilt als Formsache.

Die Stadt hatte bislang das KIT selbst als den Hauptbetreiber des Projekts am Adenauerring genannt. Das KIT erschien dabei zudem als Hauptnutzer. „Aber auch Forschungseinrichtungen Dritter und Ausgründungen des KIT seien dort möglich“, fügte die Stadt an.

Für das Geländegeschäft habe man zuvor die Verlegung des Botanischen Gartens in die Kornblumenstraße festlegen müssen, erklärt nun der SPD-Politiker. Stober hält die Fläche neben der Technologiefabrik an der Haid-und-Neu-Straße für geeignet. Sie sei „ausreichend groß“ und biete die Chance, das gesamte Botanische Institut an diesen Standort innerhalb der Oststadt zu verlegen.

Wichtig ist für den Sozialdemokraten auch, „dass das Land dem Karlsruher Studierendenwerk Flächen für den Neubau weiterer Wohnheimplätze zur Verfügung stellt“. Allerdings sei dabei „noch kein Durchbruch erreicht worden“, merkt Stober an. Da für das „Tschira-Projekt“ nur drei der möglichen Baufelder östlich des Adenauerrings benötigt würden, bestehe auf diesem Gelände diese Möglichkeit aber weiterhin. Der Wohnungsbauexperte der SPD-Landtagsfraktion pocht jedoch nicht auf einen Wohnheimbau an dieser Stelle. „Von mir aus kann dies auch gern anderswo geschehen.“ Wichtig sei aber, dass schnelle Entscheidungen getroffen würden, unterstreicht er.