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Johannes Stober

Landtagsabgeordneter 2006 – 2016
Ein Rückblick auf 10 Jahre politische Arbeit.



                                                                                                                           gymnasium

Veränderungen an den Gymnasien

 

 

 

Die jährlichen Anmeldezahlen zeigen, dass sich das Gymnasium trotz der Einführung des „G8“ weiterhin einer großen Beliebtheit erfreut. Deshalb ist für die SPD das Gymnasium als wichtiger Teil unseres Bildungssystems unverzichtbar. Es stellt eine der beiden Säulen unseres künftigen Schulsystems dar und bereitet im Unterschied zu den anderen allgemeinbildenden Schularten die Schülerinnen und Schüler ausschließlich auf die allgemeine Hochschulreife vor. Dies ist auch im Bildungsplan 2016 so verankert.
Bei der individuellen Förderung haben wir auch bei den Gymnasien nicht Halt gemacht und die Poolstunden von 10 Stunden pro Zug auf 11,7 Stunden pro Zug erhöht. Poolstunden sind Stunden, die keinem Fach zugeteilt werden, sondern auf Klassen verteilt sind. Sie können inhaltlich so ausgestaltet werden, wie es den Zielen der jeweiligen Schule entspricht.
Die Einführung des Schulversuchs „Abitur in zwei Geschwindigkeiten“ ermöglicht heute Schülerinnen und Schülern nach acht oder nach neun Jahren, die allgemeine Hochschulreife zu erlangen. Erfreulicherweise ist es gelungen, einen solchen Modellversuch auch am Karlsruher Humboldt-Gymnasium einzurichten.
Ob es eine endgültige Rückkehr zu „G9“ geben wird, werden wir in der nächsten Legislaturperiode, nach der Auswertung der insgesamt 44 Modellversuche, die in unterschiedlicher Form den Unterrichtsstoff auf neun Schuljahre verteilen, entscheiden.
Gleichzeitig arbeiten wir an einer pädagogischen Weiterentwicklung des „G8“, um die hohe Belastung der Schülerinnen und Schüler zu mindern, ohne Einschränkungen am hohen Niveau des Gymnasiums vorzunehmen. Dazu gehört für uns unter anderem auch die Schaffung von qualifizierten Ganztagsangeboten mit einer entsprechenden Rhythmisierung des Schulalltags. Auch den Vorschlag des Arbeitskreises „Gymnasium 2020“, durch zusätzliche Coaching-Stunden Schülerinnen und Schüler über ihre Lernfortschritte zu informieren und ihnen dabei individuelle Unterstützung anzubieten, halten wir für einen guten Weg, um auch leistungsstärkere Schülerinnen und Schüler besser zu unterstützen.
Wichtig ist uns aber auch, dass eine solche Begabtenförderung in den bestehenden Klassenverbünden geschieht. Sehr gute Beispiele dafür sind das Helmholtz-und das Otto-Hahn-Gymnasium. Als Musik-Gymnasium bzw. „Eliteschule des Sports“ praktizieren sie diese mit den zusätzlichen Unterrichtsstunden, die sie erhalten, bereits heute in hervorragender Weise. Es freut uns sehr, dass die Weiterentwicklung dieser beiden Gymnasien auch durch die Unterstützung der grün-roten Landesregierung möglich wurde.

 

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