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Johannes Stober

Landtagsabgeordneter 2006 – 2016
Ein Rückblick auf 10 Jahre politische Arbeit.



Durlach im Verkehrs-Check: Wie sicher ist es hier für Fußgänger?

KA-News: Karlsruhe (Melanie Nees) - "Fußgänger hatten in Karlsruhe bislang ein Schattendasein", so der Erste Bürgermeister der Stadt Karlsruhe, Wolfram Jäger. Dies will man nun ändern - künftig sollen alle Verkehrsarten gleichberechtigt nebeneinander stehen. Einen Anfang macht die Stadt in Durlach: Ein Fußverkehrs-Check offenbarte besonders gefährliche Stellen für Passanten.
"Wir wollen Situationen anschauen, wie sie im Fußverkehr zu Problemen führen können, und über Möglichkeiten sprechen, wie man diese verbessern kann", so Jäger vor dem Start des Rundgangs. Die Stadt habe Durlach als Modellbereich ausgesucht, da der Stadtteil auf kleinem Raum alle Problemfelder biete. Im Fokus des Checks standen Barrierefreiheit, Querung von Hauptverkehrsstraßen, Aufenthaltsqualität und Schulweg-Sicherung.

Laut Landesverkehrsministerin Gisela Splett sei der Fußverkehr in erster Linie eine kommunale Aufgabe.  "Wir wollen den Fußverkehr im Land erhöhen, attraktiver machen", erläuterte die Staatssekretärin am Montag beim Rundgang vor Ort in Durlach. Die Fußgänger-Checks finden landesweit statt - sie sollen konkrete Maßnahmen zur Verbesserung des Fußverkehrs hervorbringen. Bislang habe der Fokus auf dem Radverkehr gelegen, so Splett, jetzt seien die Fußgänger dran.

Zu wenig Zebrastreifen in Durlach -

Was solche Maßnahmen sein könnten - das überlegten sich die Teilnehmer der Fußverkehrschecks im Rahmen des Rundgangs am Montag. Bereits am Startpunkt Durlacher Bahnhof beteiligten sich die Teilnehmer mit Anregungen. Das Verkehrs-Problem hier: Es gibt nur einen Überweg für Fußgänger, die von der Haltestelle Auer Straße/Dr. Willmar Schwabe in Richtung Bahnhof unterwegs sind. kommen aus erreichen wollen. Kommt man von der Stadt, ist es bei viel Verkehr schwer, sicher über die Straße zu gelangen. Einer der Teilnehmer hielt einen zweiten Zebrastreifen für eine mögliche Lösung.

Unterwegs zeigte sich immer wieder, dass Umwege nötig sind, beispielsweise beim Parkplatz bei der Post, oder sichere Überwege fehlen. Letzteres ist außer am Bahnhof etwa an der Kreuzung Christofstraße/Auer Straße der Fall, die viele Schulkinder passieren müssen. Wie die teilnehmenden Kinder demonstrierten, ist es für sie nicht möglich, an parkenden Autos vorbeizusehen, um nahende Fahrzeuge zu erspähen.

Beim Rundgang vergangene Woche sei laut Hölderich von der Planersocietät der Vorschlag eine Gehwegnase - ein weiß gestrichelte Fläche, die Autos nicht befahren dürfen - anzubringen, auf Begeisterung gestoßen. Vorschläge wie diese sollen im Rahmen eines Abschlussworkshops am 26. November diskutiert und eventuell in Maßnahmen überführt werden. Die Ergebnisse des Gesamtprojekts sollen laut der zugehörigen Pressemitteilung des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur Anfang nächsten Jahres vorgestellt werden.

ka-news Hintergrund:

Um den Fußverkehr in Baden-Württemberg zu fördern, hat das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur aus 60 Bewerbern 15 Kommunen für sogenannte "Fußverkehrs-Checks" ausgewählt, darunter auch Karlsruhe. Zu diesem Zweck trafen sich am Montagabend rund 25 interessierte Bürger - darunter etwa ein Fahrlehrer, eine Vertreterin der Durlacher Pestalozzischule sowie drei Kinder - mit Staatssekretärin Gisela Splett, Bürgermeister Wolfram Jäger und dem SPD-Landtagsabgeordneten Johannes Stober.

Im Rahmen eines landesweiten Projektes unterzogen Jäger, Staatssekretärin Gisela Splett sowie Vertreter der Stadt und interessierte Bürger Durlach einem Fußverkehrs-Check und sammelten Verbesserungsvorschläge. Sie nahmen gemeinsam den Fußverkehr auf einer 2,3 Kilometer langen Route durch Durlach unter die Lupe. Startpunkt war der Bahnhof, weiter ging es über einen Umweg über die Christofstraße zur Pfinztalstraße, vorbei an Stadtkirche und Rathaus, Pfinzgaumuseum und Amtsgericht bis schließlich nach rund zweieinhalb Stunden das Ziel - der Schlossgarten - erreicht war.