rgb(235,39,42)
rgb(0,106,179)
rgb(153,0,102)
rgb(102,172,253)
rgb(0,85,186)
rgb(0,52,113)

Johannes Stober

Landtagsabgeordneter 2006 – 2016
Ein Rückblick auf 10 Jahre politische Arbeit.



Minister beim Fastenbrechen

BNN vom 2.7.2015

In wenigen Minuten, kurz vor 22 Uhr,darf Nils Schmid, baden-württembergischer Johannes Stober (Wahlkreis Karlsruhe- Ost) und der SPD-Landtagskandidatin Meri Uhlig (Wahlkreis Karlsruhe- West) und vielen Moslems der Fatih-Camii-Gemeinde Durlach fastenbrechen.

Derzeit ist Ramadan, der Fastenmonat für Muslime. Erst nach Sonnenuntergang darf getrunken und gegessen werden, erklären Kalaz Cosgun, Vorsitzender der Gemeinde, und Imam Sükrü Bozcun. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang darf während der 29-tägigen Fastenzeit (bis 16. Juli) weder Speis noch Trank zu sich genommen werden.

Umso wichtiger, auch das zeigt sich an dem Abend in der Fatih-Moschee, sind die Nachtstunden. Auf Einladung der SPD Karlsruhe kam Schmid zum Fastenbrechen in die Fächerstadt. Nein, neu sei das für ihn nicht, erzählt er. Er besuche immer wieder solche Veranstaltungen – eine gute Gelegenheit direkt mit den Muslimen zu sprechen, sie anzuhören.

Selber faste er nicht. Auch gebe es zu Hause bei ihm keinen Ramadan, verrät er. Zur Erinnerung: Die Ehefrau des SPD-Landespolitikers, Tülay Schmid, hat türkische Wurzeln. Pluspunkte sammelt er bei den türkischen Muslimen, als er sie in Türkisch begrüßt. Ebenso wie Gemeindemitglied Olcay Uysal und später Mehmet Tekin, türkischer Konsularattaché, hebt Schmid die Bedeutung des Ramadans hervor: eine Zeit des starken Glaubens, des Miteinanders, des Teilens, der Begegnung, der Versöhnung und genauso des kulturellen Austauschs. Außer Frage steht für den SPD-Mann, dass Muslime Teil der Gesellschaft sind, dass sie sich in Baden-Württemberg  aheim fühlen sollen.

Und dass gutes Essen verbinden und ein kommunikatives Element sein kann, zeigt sich auch ganz „nebenbei“ beim Fastenbrechen. Keine Frage, was da die Köhinnen Arife Uysal und Ayse Cuna auf die Tische bringen, schmeckt richtig lecker –angefangen von der Linsensuppe bis hin zum Rindfleisch mit Reis und Bohneneintopf.

Wie aber ist es nun, tagsüer nichts essen und –das bei den derzeitigen Temperaturen –auch nichts trinken zu düfen? Eigentlich sei Ramadan eine schöe Zeit, weil vieles gemeinsam in der Gemeinde gemacht werde, erzält ein Gemeindemitglied.

Änlich sieht es Gemeindevorstand Cosgun. 120 Mitglieder zält seine Gemeinde. Zum Einzugsgebiet der Durlacher Moschee gehöen 600 bis 700 Muslime aus den Bergdöfern, aus Grözingen und Pfinztal.

Bleibt noch eine Frage? Nimmt man nun wärend des Ramadan ab? Nein, töt es einhellig aus der Runde. Eher das Gegenteil sei der Fall. Aber ums Abnehmen geht es beim Ramadan ja auch nicht unbedingt.