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Johannes Stober

Landtagsabgeordneter 2006 – 2016
Ein Rückblick auf 10 Jahre politische Arbeit.



Ruf nach Verkehrsentlastung wird lauter

Badische Neueste Nachrichten - vom 24.02.2010

eki. Einen Verkehrsstau zu provozieren, ist in Hagsfeld derzeit kein schwieriges Unterfangen. Dafür reichen sogar zwei Autos. Wie gestern Nachmittag gegen 16 Uhr, als ein roter Lieferwagen und ein blauer Kombi von Mitgliedern der Bürgerkommission Hagsfeld auf den beiden Fahrbahnen der Brückenstraße geparkt wurden. Alles nach Vorschrift, versteht sich, nämlich nicht auf dem Gehweg und mit gebührendem Abstand zueinander. Doch weil gerade der Berufsverkehr rollte, entpuppte sich der schmale Durchlass zwischen den beiden parkenden Autos als wahres Nadelöhr.
Bald staute sich der Verkehr in beiden Richtungen, ob auf dem Weg Richtung Autobahn oder in die Innenstadt, für einen Moment mussten die Berufspendler Geduld mitbringen. „Wir wollen damit niemand provozieren, sondern lediglich darauf aufmerksam machen, dass hier endlich etwas getan werden muss“, sagt Hans Hornung von der Bürgerkommission. Denn seit es die Autobahnanschlussstelle Karlsruhe-Nord gebe, wählten zahlreiche Pendler den Weg durch Hagsfeld in die Innenstadt. Die Zustände seien so nicht mehr tragbar, klagt Anwohner Hornung: „Seit drei Jahren ist hier nichts mehr passiert. Und wenn noch mehr Gewerbe kommt, wird es noch schlimmer.“
Die Forderung der Bürgerkommission ist deshalb klar: Hagsfeld braucht eine Entlastungsstraße. Und zwar bald. Wie die aussehen könnte, steht fest, der Bebauungsplan für einen Durchstich von Elfmorgenbruch bis zur Haid-und-Neu-Straße und weiter bis zur Theodor-Heuss-Allee liegt schon lange vor. Auch die Politik unterstützt die Belange der Bürgerkommission. Der SPD-Landtagsabgeordnete Johannes Stober sowie die Stadträte Thorsten Ehlgötz (CDU) und Thomas Hock (FDP) sind sich einig: Eine Entlastungsstraße für Hagsfeld ist unabdingbar. Allerdings haben die einzelnen Parteien eine unterschiedliche Vorstellung von der Umsetzung der Pläne. Während Ehlgötz die CDU-Position – eine durchgehende Nordtangente als Bundesstraße von Karlsruhe-Nord bis zur zweiten Rheinbrücke – vertritt, pocht Stober auf eine kommunale Lösung. Die Stadt könne den Bau bis zur Theodor-Heuss-Allee auch ohne Nordtangentenkonzept stemmen, etwa 70 Prozent der geschätzten Kosten von rund 60 Millionen Euro übernähme laut Stober das Land.
Doch alles sei ins Stocken geraten, bemängeln Ehlgötz und Stober. „Seit 80 Jahren wird in Karlsruhe über eine Nordumgehung debattiert. Aber es geht einfach nicht voran“, meint der Hagsfelder Ehlgötz. Am Donnerstag könne aber wieder Schwung in das Thema kommen. Dann tagt die Nordtangentenkommission des Gemeinderates mit Ehlgötz und Hock. Irgendwann müsse sich die Stadt zu einer der diskutierten Planungen bekennen. Stober, Ehlgötz und Hock sind sich einig: Der Ball liege jetzt bei Oberbürgermeister Heinz Fenrich